Mobilisierungsplakat der Initiative 'Keine Shows für Täter' auf dem eine weiblich gelese Person zum HULK mutiert, um sich gegen sexualisierte Gewalt zu wehren.

Die Initiative: Keine Shows für Täter!

Ein paar Eckdaten

Die Initiative Keine Shows für Täter fordert zum Protest gegen die Shows von Luke Mockridge auf. So schreiben sie in ihrer Pressemitteilung:


Die Berliner Initiative „Keine Show für Täter“ lädt am 19. Mai ab 18 Uhr zur Kundgebung an die Ecke Hedwig-Wachenheim-Straße und Wanda-Kallenbach-Straße in Friedrichshain ein. Hintergrund des Protests ist der Auftritt des Comedians Luke Mockridge in der nahe gelegenen Mercedes-Benz Arena im Rahmen seiner Tour. Mehrere Frauen werfen Mockridge sexualisierte Gewalt vor, weshalb gegen seinen Auftritt lautstark protestiert werden soll. Unter anderem sind auch Live Acts angekündigt worden. In anderen Städten Deutschlands (Stand jetzt: Kiel, Hannover, Bremen, Leipzig, Dresden) sowie Zürich sind ebenfalls Proteste geplant.


→Zur Vollständigen Pressemitteilung hier lang



Auf ihrer Webseite stellten sie zur Durchführung der bundesweiten Aktion Flyer, Logos und Redebeiträge bereit, so dass sich schnell Gruppen anschließen und ihre Proteste planen konnten. Wir von Sanfte Zerstörung sehen diese Aktion als einen vollen Erfolg an und halten sie für einen Beweis dafür, dass die feministische Szene in Deutschland aktiv ist und offenbar in der Lage ist, sich schnell zu vernetzen.
Wir stehen in voller Solidarität mit den Opfern und werden als Feminist*innen immer den Glauben an Opfer schwerer wiegen, als die (übrigens statistisch sehr sehr geringe) Möglichkeit einer Falschanschuldigung. Da die Gesellschaft mit ihrer rechtspositivistischen Einstellung der Meinung ist, dass Gerichte unvermittelte Wahrheiten produzieren, sind solche Protestaktionen von äußerster Not. Hierbei handelt es sich nicht um einen Einzelfall, der eine überproportionale Aufmerksamkeit gegenüber anderen Fällen bekommen soll; hier handelt es sich um einen EXEMPLARISCHEN FALL, der sich seit Jahrzehnten wiederholt, der dafür steht, dass FLINTA* die körperliche Selbstbestimmung abgesprochen wird. Lahme und befangene Gerichte, Rechtspositivismus, sexsistische Gesetzschreibungen und die Überzahl der ganzen cis Männer in den oberen Positionen von Managements, Immobilieninvestments (Stichwort Veranstaltungsort), Fernsehsender, Gerichten, Polizei etc. weisen allesamt auf ein strukturelles Problem hin, das nicht unbeantwortet bleiben darf.

Sehr sehenswert ist ihre Darstellung in ihrem Mobilisierungsvideo, wo sie diesen Themenkomplex satirisch aufgreifen:


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Wir ermutigen Euch zur Kundgebung zu gehen, Euch die Redebeiträge anzuhören und noch etwas Musik und Empowerment mitzunehmen!

P.S. Coole T-Shirts (d.h. Solishirts) und Stickerpakte findet ihr auf ihrer Instagram-Seite: @keineshowfuertaeter_berlin


Bereits stattgefunden haben Aktionen in: (Stand: 25.05.22)

  • Kiel: 29. April, 2022
  • Hannover: 6. Mai, 2022
  • Bremen: 12. Mai, 2022
  • Hamburg: 14./15. Mai
  • Dresden: 21. Mai
  • Petition gegen den Auftritt im Hallenstadion Zürich, 29. Mai 2022

  • Mobilisierungsplakat der Initiative 'Keine Shows für Täter' auf dem eine weiblich gelese Person zum HULK mutiert, um sich gegen sexualisierte Gewalt zu wehren.

    Original: 18. Mai 2022/ Aktualisiert zuletzt am 27. September 2022
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