Grafik: Auf einem alten Commodore PC ist unsere Webseite sanfte-zerstoerung.de zu sehen. Die überschrift liest 'Verlosung' und am unteren Ende steht '1 Jahr Sanfte Zerstörung'.

1 Jahr der sanften Zerstörung

Ein Interview

Ein Jahr ist vergangen, seitdem wir mit Sanfte Zerstörung online gegangen sind. Ein Jahr, in dem wir gelacht, geweint, geblutet und gekämpft haben - gegen das Patriarchat und gegen die Tücken des Alltags. Ein Jahr, in dem wir Gender-Gaga, Gender-Wahn und Gender-Ideologie gespreaded haben - in unterschiedlichsten Formaten. Wir haben es für diesen Anlass gewagt, ein kleines Interview mit Frau Daddy zu führen.

Wie sind Sie zu dem ganzen gekommen?

Von Anfang an sahen wir es als unseren Auftrag an, eine Plattform jenseits der etablierten Social-Media-Kanäle zu erschaffen, jenseits des Diktats der Algorithmen - eine Plattform, die eine teilweise sehr viel längere Aufmerksamkeitsspanne erfordert als ein Post auf Insta.

Dafür sind Sie aber ganz schön viel auf Insta…

Social Media sind Teil der sozialen Realität, weshalb wir von unserem hohen Zerstörungsross herabgestiegen sind.

Erzählen Sie mir etwas über sich.

Wer wir sind, tut wenig zur Sache. Gibt es eine geeignete Identität, um feministisch zu kämpfen? Müssen wir so versessen darauf sein, uns hervorzuheben? Was wir brauchen, sind Identitätskategorien, die uns mit vielen anderen Menschen im Kampf verbinden. Außerdem verlinken wir Infos, Texte und Webseiten anderer feministischer Kämpfer*innen. Wer etwas für die Seite schreiben möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Wir wollen, dass sich die Sanfte Zerstörung ausbreitet wie ein riesiges Pilzgeflecht: weg vom einheitlichen Individualismus, wie er im neoliberalen Spätkapitalismus zelebriert wird (auch wenn wir manchmal mit diesem spielen), und hin zu einem uneinheitlichen, messy Kollektiv, zu einer schleimigen Flechte, die in die letzten Ritzen des Patriarchats vordringt und dort wuchert, bis sie dieses von innen zum Bersten bringt.

Was an Ihrer Zerstörung ist dann noch sanft?

So gut wie alles. Wir sagen Glitzer, statt Hau-Drauf-Mentalität. Etwas sanft anzupacken, könnte eine Präzision entfalten, die der Zerstörung mehr gerecht wird.

Und was machen Sie damit?

Im Genderwahn versuchen wir, das Patriarchat sanft in den Abgrund zu stürzen. Dazu ist uns wirklich jedes Mittel recht: Ob Prosa, merkwürdige Gifs oder elendslange Essays - wir sind da sehr spartenoffen.

Die meiste Zeit scheinen Sie mir eher nur Demoaufrufe zu teilen…

Und auch das ist eine wichtige Arbeit! Außerdem: Unsere Essays befinden sich nicht auf dem Inst@gram-Server, haben Sie uns überhaupt gerade zugehört?? Die Adresse des Webprojekts lautet:
www.sanfte-zerstoerung.de
An dieser Stelle halten wir das Interview für beendet.

8. Oktober 2022
Marie & Ila


Stickerei 'My Body My Choice'. Grafik in Vaporwave Stile; Ein Sticker liest 'Deine Gewinnchance! Nicht nur im Turbokapitalismus!'.

Und was hat es mit der Verlosung auf sich?

Auf Instagram haben wir zum Teilen unserer Beiträge aufgerufen, um die bezaubernde 'My Body My Choice' Stickerei gewinnen zu können. Am 11. Oktober um 12 Uhr geben wir die Gewinner*in bekannt. Wenn du ohne Instagram teilnehmen möchtest, schicke uns einfach eine E-Mail mit Beweisfoto wie Du jemanden von uns erzählst oder eine anderweitige reizende Nachricht. Viel Glück!

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